Faszination Fahrrad

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Als im Mai diesen Jahres im Wiener Dorotheum einige Exponate der bekannten Sammlung von Fahrrädern des Wiener Architekten und Designers Michael Embacher zur Versteigerung gelangten, wurde vielen klar, welche Faszination von Fahrrädern ausgeht.

Mehrere tausend Stück vom Versteigerungskatalog wurden bestellt und weltweit versandt. Mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit werden alle ersteigerten Exponate von Sammlern und Liebhabern mit großer Sorgfalt und Leidenschaft weitergepflegt und damit Zeugen vergangener Design- und technischer Meisterleistungen erhalten bleiben.

Das Fahrrad, häufig als die „effektivste Form der Fortbewegung“ bezeichnet, findet seit einigen Jahren wieder stärker Einzug in den Verkehrsalltag. In den letzten 10 Jahren hat sich das Fahrrad-Verkehrsaufkommen zum Beispiel in Wien mehr als verdoppelt. Mit dieser Wiederbelebung des Nutzfahrzeugs gehen selbstverständlich auch modische Trends einher. Das Fahrrad wird zum modischen Accessoire und häufig zum Statement einer persönlichen Haltung – ganz gleich ob als edles Designerstück, rostiger Dachbodenfund oder modernes Sportgerät.

Jeder dieser vielen Facetten zeigt aber, wie individuell viele Radfahrer mit „ihrem“ Rad umgehen und immer häufiger wertschätzen. Das war von einigen Jahren schon so, als viele Fahrradmechaniker ihre eigenen Modelle auf den Markt brachten. Davon zeugt das Buch des Brüder Hollinek Verlages „Wiener Mechanikerräder 1930 – 1980“. Die Herausgeber – alle ausgesprochene Liebhaber – wollten neben der sie fesselnden Faszination vor allem die Vielfalt und gestalterische Kreativität ausgehend von den handwerklichen Fähigkeiten des Gewerbes der Fahrradmechaniker zeigen.

„Das Buch ist für mich so faszinierend, dass ich irgendwann beschlossen habe, so etwas auch zu tun.“ kommentiert Christian Huber, Quereinsteiger in die Fahrradbranche, dieses Werk.

Der Gründer der CHHUBER bicycles GmbH bietet neben Designerfahrrädern insbesondere Workshops an, während dessen die Teilnehmer in ihrem eigenen Stil ihre Fahrräder verändern können. „Es ist fast alles möglich. Und am Ende dieses Workshops hat jeder ein Unikat – jeder wird zum Fahrraddesigner.“ Das schafft eine persönliche Bindung zum „Drahtesel“ und definiert diesen völlig neu. “Und wer weiß: Vielleicht ist dies der Einstieg in die Fahrradliebhaberei und in ein paar Jahren findet sich Ihr Rad in einem Buch wieder?“.

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