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Werkzeug

Das ABC des Fahrradservice

… oder die kleinen „Hausübungen“ des Fahrradbesitzers

Viele kleine Fahrradreparaturen können von  jedem Fahrradbesitzer selbst durchgeführt werden. Und das ist meist einfacher als vermutet und beschleunigt ausserdem die Wiederaufnahme des Fahrradfahrens.

Unser ABC steht für:

A wie Air (Luft): Nichts macht mehr Spaß als ein wenig Frischluft, das gilt für viele sport- und wenig sportbegeisterte Menschen. Nach langer Winterzeit freuen sich Groß und Klein auf Bewegung im Freien – für die Fahrräder gilt das auch. Nach Wochen in dunklen Kellern und stickigen Abstellräumen, meist wenig bewegt, verliert der beste Schlauch einiges an Luft, häufig steht das Rad “platt” da. Wir empfehlen, einfach die Pumpe zu nehmen und ein wenig nachzufüllen. Bitte nicht gleich völlig aufblasen, damit der Reifen nochmals Gelegenheit bekommt, sich optimal an die Felgen anzuschmiegen. Ein paar Meter bewegen und anschließend ordentlich aufpumpen, der optimale Reifendruck steht meist am Reifen oben.

A Air

B wie Break (oder Bremsen): Jetzt wo sich die Laufräder wieder besten Drucks erfreuen, gehört ans Stehenbleiben gedacht. Unglaublicherweise verschleißen diese Teile des Fahrrads am häufigsten. Ein Griff an die Bremshebel – oder bei anderen Bremssystemen zum Beispiel der Rücktritt – und ein beherzter Bremsversuch gleich zu Beginn der Fahrradsaison ersparen spätere Schwierigkeiten. Falls der Versuch mit dem Fahrrad ordentlich “stehenzubleiben” misslingt, probieren Sie es nochmals. Manchmal sammeln sich Staub und Schmutz in den Bremssystemen und es bedarf mehr als eines Bremsversuches. Sollten die Bremsen trotz mehrfachen Benutzens nicht die gewünschte Wirkung zeigen, schlagen wir den Besuch bei einer Fachfrau oder einem Fachmann vor. Wenn Sie Ihre Belege selbst wechseln wollen, finden Sie gute – meist vom Hersteller zur Verfügung gestellte – Instruktionen im Internet. Eine ordentlich eingestellte Bremse vermittelt Sicherheit und ist somit wesentlicher Bestandteil für ein entspanntes und erfreuliches Fahrvergnügen.

und letztlich C wie Chain (oder Antrieb): Damit Sie die vorher kontrollierten Reifen und Bremsen optimal nutzen können, braucht es noch einen Teil des Fahrrads: Der Antrieb besteht im Wesentlichen aus Kette, Kurbel und Ritzel am Antriebsrad. Je nach Fahrrad- und vor allem Schaltungstype sind andere Teile beteiligt, insbesondere Schaltanlagen wie Werfer und Schaltwerk. Innenliegende Schaltungen oder Single-speed-Antriebe sind in der Regel wartungsarm. Viele Mechaniker empfehlen ein “einfaches Abwischen” mit einem trockenen Tuch, bei gröberen Verschmutzungen empfiehlt sich die Nutzung einer Bürste. Dazu bietet der Fachhandel Bürstensets, häufig mit entsprechenden Reinigungsmitteln. Gute Resultate erzielen Sie auch mit einer einfachen Drahtbürste. Achten Sie auch auf die Spannung der Kette. In keinem Fall sollte diese “schlapp” durchhängen.

Expertenrat empfohlen: Nehmen Sie Abstand von Reinigungsanlagen, Autowaschanlagen oder Hochdruckreinigern. Die Ergebnisse sind meist die optisch optimale Befreiung von Schmutz und Fett, allerdings auch dort wo Fett bleiben sollte. Der Fachmann kann außerdem den Verschleiß der Kette überprüfen. Viele Fahrradreparaturen bedürfen keiner speziellen Werkzeuge, es reichen ein einfaches Maulschlüsselset, ein Feinmechanikerwerkzeug und einige Schraubenzieher. Damit können Sie im Allgemeinen einige regelmäßig anfallende Wartungsarbeiten und Fahrradreparaturen durchführen. Im gut sortierten Fachhandel finden Sie darüber hinaus Reinigungs- und vor allem Schmiermittel. Was sie selbst – und zwar regelmäßig – erledigen sollten,  sind die Reinigung sichtbarer Elemente wie Felgen, Rahmen oder Lenkstange, die Schmierung der Kette mithilfe spezieller Kettensprays und – die Beachtung des ABC des Fahrradservices.

Für alles Weitere empfiehlt sich jedenfalls der Besuch beim Händler oder Servicepartner ihrer Wahl.

Wenn das alles erledigt ist, steht einer genussvollen Ausfahrt nichts im Wege!

Viel Spass!